

Weihnachten ist…
Der Tag, an dem die Welt für einen Moment ihre Sorgen vergisst;
in einen Zauber voll Harmonie eintaucht und der Himmel greifbar nahe ist.
Licht in der Dunkelheit.
Schenken und beschenkt werden.
Das Fest der Liebe und Familie.
Hoffnung.
Weihnachten ist…
Der Tag, an dem Einsamkeit noch einsamer ist;
Trauer und Schmerz noch viel lauter klagen als an all den anderen Tagen.
Die totale Überforderung.
Vortäuschen und enttäuscht werden.
Der höchste Feiertag der Materialismus-Sekte.
Hoffnung?
Hoffnung kam in einer Zeit politischer Unterdrückung, in der nicht-römische Bürger, einfache mittellose Leute und Frauen kaum von Freiheit, Selbstbestimmung, Chancengleichheit zu träumen wagten.
Hoffnung kam in das Leben zweier junger Menschen, deren Beziehung durch eine ungeplante Schwangerschaft plötzlich auf dem Prüfstand war und sich durch die himmlische Nachricht erstmal deutlich verkomplizierte.
Hoffnung kam nach mehrfachen Planänderungen und Erfahrung von Ablehnung, weil es nirgendwo einen Platz für sie zu geben schien.
Hoffnung kam inmitten von Erschöpfung nach den Strapazen einer langen, mühseligen Reise.
Hoffnung kam zu einer Handvoll zweifelhafter Gestalten – Hirten, damals Menschen aus der untersten Gesellschaftsschicht, und ein paar ausländischen Astronomen, von denen niemand so genau wusste, warum sie eigentlich da waren.
Hoffnung kam, als der nächste Schicksalsschlag, eine Flucht, bereits bevorstand.
So ist dieser kleine, unbedeutende Stall zum Symbol für Geborgenheit, Licht und Liebe geworden.
Weihnachten ist für mich ZUHAUSE.
Weihnachten ist…
Zuhause, auch weit weg von meinen Liebsten.
Zuhause, auch ohne sicheres Dach über dem Kopf.
Zuhause, weil Gott genau hierhin gekommen ist.
Weihnachten ist…
Ankommen, auch wenn ich noch unterwegs bin.
Ankommen, auch wenn tobende Kämpfe kein baldiges Ende in Sicht versprechen.
Ankommen, weil Gott schon da ist.
Weihnachten ist…
Weil Gott Mensch geworden ist.
Weil Hoffnung wahr ist.