Joy!

Joy to the world, the Lord is come…summt es lustigerweise meist sofort unbewusst in meinem Kopf, wenn ich irgendwo das englische Wort für Freude „Joy“ höre oder lese. Und diese paar Worte mit der zugehörigen Melodie summen dann jeweils da bis zum nächsten Ohrwurm in Endlosschlaufe, da dies die einzige Zeile aus dem alten beliebten Weihnachtslied ist, die ich kenne.

Joy. Freude.

Die brauchen wir in unsicheren, bedrohlichen Zeiten wie diesen ganz besonders.

Doch wie kann ich zur Freude zurückfinden, wenn gerade um mich herum alles dunkel scheint? Wenn ich von Gefühlen wie Ohnmacht, Traurigkeit, Überforderung, Erschöpfung, Enttäuschung überwältigt werde?

Nach langem vorsichtigem Graben finde ich sie – beinahe zugeschüttet und deshalb etwas vesteckt – irgendwo in meinem Herzen.

Es ist zum einen eine Freude, die sich in tiefer Dankbarkeit ausdrückt meinem Schöpfer gegenüber. Dankbarkeit für all die guten und schönen Dinge in meinem Leben. Und mit leichtem Zögern empfinde ich sogar Dankbarkeit auch für das Düstere und Schwere, das mich neben dem farbig-fröhlich Schönem ebenfalls zu der gemacht hat, die ich heute bin.
Ja, ich bin dankbar und freue mich, dass ich bin.

Dann ist da auch noch eine andere Art von Freude. Vorfreude. Vorfreude auf das, was kommen wird. Auch wenn ich nicht weiss, was das Leben noch bringen wird, ich weiss, Gott geht mit. Diese Gewissheit befreit mich in dem Moment von Sorgen und Zweifeln, was die Zukunft anbelangt und lässt so reichlich Raum für Freude. Vorfreude empfinde ich gleichzeitig auch auf das, was nach dem Leben sein wird.
Vorfreude auf das, was Himmel sein wird.

Mittlerweile empfinde ich neben Freude der Dankbarkeit über Vergangenes und Vorfreude auf Zukünftiges sogar Freude im hier und jetzt.

Eine tiefe Freude, dass Jesus da ist, mitten in der Dunkelheit dieser Welt, und dass er gleichzeitig Gott und König dieser Welt ist.

In dem Sinne: Joy to the world & merry Christmas!

Darum seid nicht niedergeschlagen, denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.
Jeremia 8:10

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